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  • AutorenbildSarah Wüst

Teil 7: Was ist eigentlich... Frozen Shoulder?

Aktualisiert: 18. Juli 2023

Eine Schultersteife entsteht meist schleichend und ohne erkennbaren Grund. Die genauen Ursachen sind relativ unbekannt. Man geht davon aus, dass es zu einer Entzündung in der Schulter kommt und in der Folge zu einer Schwellung der Gelenkskapsel und Bänder. Veränderungen in der Gelenkskapsel führen dann zu Verhärtungen und der Bewegungseinschränkung.


Begünstigende Faktoren für das Entstehen einer Schultersteife sind unter anderem

  • langes Ruhigstellen der Schulter

  • ein Trauma der Schulter durch z.B. einen Unfall oder vorausgegangene Schulteroperationen.

Schmerzen in der Schulter können sich auch aus anderen Krankheiten entwickeln, z.B. bei Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Morbus Parkinson, Autoimmunerkrankungen.

Eine schmerzende, steife Schulter tritt eher in fortgeschrittenem Alter zirka ab dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Seltener haben jüngere Menschen eine Frozen Shoulder. Von einer Schultersteife sind etwas mehr Frauen als Männer betroffen.


Die Verschiedenen Stadien der Frozen Shoulder lassen sich wie folgt beschreiben:


  1. Beim «Einfrieren» ist das Gelenk zunächst vor allem sehr schmerzhaft. Die Beweglichkeit ist aber noch erhalten. Nächtliche und Dauerschmerzen plagen sehr, Belastungsschmerzen, typischerweise bei unwillkürlichen Bewegungen kommen dazu.

  2. «Gefroren» ist das Gelenk, wenn es nicht mehr beweglich ist. Der Grad der Steifigkeit ist unterschiedlich, kann aber erheblich sein. Manchmal geht er soweit, dass man mit dem Arm kaum noch essen, die Haare zusammenbinden oder zB einen Gegenstand von einem über-Kopf liegenden Regal runterreichen kann. Glücklicherweise lassen die Schmerzen nach.

  3. Beim «Auftauen» lassen die Schmerzen weiter nach und die Beweglichkeit kommt langsam zurück. Diese Phase kann sich über einige Monate erstrecken. Verläufe von einem Jahr und mehr sind nicht selten.

Konservative behandlung


Glücklicherweise geht die Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis) von alleine vorüber. Die Frage ist, wie lange es dauert und wie sehr man darunter leidet. Eine Standardbehandlung gibt es nicht.

Physiotherapie mit täglichem Übungsprogramm zu Hause, Schmerzmittel( nicht-steroidale Antiphlogistika wie Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac) sowie Komplementärtherapeutische Behandlungsmethoden sind wahrscheinlich die effektivsten Behandlungen. Aber auch hier sind Konsequenz und Geduld gefragt: Bei 2 Behandlungsterminen pro Woche ist mit einer Therapiedauer zwischen 6 und 9 Monaten zu rechnen.


Weiter kann Kortison zum Einsatz kommen. Es hemmt die Entzündung der Gelenkkapsel und führt so zu einer raschen Schmerzlinderung. Auf die Beweglichkeit hat es weniger Einfluss.Allerdings ist diese Therapieoption nicht risikoarm. Bei der Injektion können Keime in die Schulterkapsel übertragen werden und dort schwer behandelbare Entzündungen hervorrufen.


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