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  • AutorenbildSarah Wüst

Schwangerschaft Teil 7: Schwangerschaftsdiabethes

Schwangerschaftsdiabetes ist eine Erkrankung, die während der Schwangerschaft auftritt und etwa 4 % aller Schwangeren betrifft. Diese Art von Diabetes wird durch hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft verursacht und kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Mutter und des sich entwickelnden Fötus haben.

Schwangerschaftsdiabetes wird durch eine Resistenz gegenüber Insulin verursacht, dem Hormon, das für die Regulierung des Glukosespiegels im Blut verantwortlich ist. Die Plazenta produziert Hormone, die die Insulinresistenz beeinflussen und den Blutzuckerspiegel der Mutter erhöhen. Infolgedessen muss die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren, um diese Resistenz auszugleichen, was zu hohen Blutzuckerwerten bei der Mutter und einem erhöhten Diabetesrisiko führen kann.

Die Folgen von Schwangerschaftsdiabetes können sowohl für die Mutter als auch für den Fötus schwerwiegend sein. Für die Mutter erhöht es das Risiko, später im Leben an Typ-2-Diabetes zu erkranken, und kann zu Komplikationen während der Schwangerschaft führen, wie Frühgeburt, Makrosomie (ein Geburtsgewicht von > 4000 g bei einem zur Regelzeit geborenen Säugling - lesen sie mehr dazu im nächsten Blog) und Bluthochdruck. Die Grösse des Babys erhöht auch das Risiko eines Geburtstraumas und die Notwendigkeit eines Kaiserschnitts.

Für den Fötus kann Schwangerschaftsdiabetes zu einem erhöhten Risiko für angeborene Anomalien wie Neuralrohrdefekte, Herzprobleme und Geburtsfehler im Gesicht, an den Gliedmassen und im Verdauungssystem führen. Der Fötus kann auch einem höheren Risiko ausgesetzt sein, tot geboren zu werden oder nach der Geburt einen niedrigen Blutzuckerspiegel zu haben.

Die Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes ist entscheidend für die Gesundheit der Mutter und des Fötus. Schwangere werden in der Regel zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche auf Schwangerschaftsdiabetes getestet. Der Test beinhaltet die Messung des Blutzuckerspiegels nach dem Trinken einer Glukoselösung. Wenn die Ergebnisse hoch sind, muss die Frau möglicherweise weitere Tests durchführen, um die Diagnose zu bestätigen.

Die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes beinhaltet eine Kombination aus gesunder Ernährung, körperlicher Aktivität und Medikamenten. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes wird zu einer ausgewogenen und nahrhaften Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten und Snacks geraten. Sie werden auch ermutigt, körperlich aktiv zu sein, was helfen kann, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und die Insulinsensitivität zu verbessern. Bei Bedarf können Frauen auch Medikamente verschrieben werden, um ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Schwangerschaftsdiabetes eine schwerwiegende Erkrankung ist, die erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter und Fötus haben kann. Eine frühzeitige Diagnose und ein angemessenes Management sind unerlässlich, um Komplikationen zu vermeiden und das bestmögliche Ergebnis für Mutter und Kind zu gewährleisten. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sollten während der gesamten Schwangerschaft engmaschig überwacht und umfassend betreut werden, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von sich selbst und ihrem Neugeborenen zu gewährleisten.


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