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  • AutorenbildSarah Wüst

Schwangerschaft Teil 5: Die Lagen des Babies im Bauch

Aktualisiert: 18. Juli 2023

Hebammen nutzen die sogenannten Leopold-Handgriffe, benannt nach dem Gynäkologen Christian Leopold, um die Lage des Babys zu bestimmen. Diese Griffe kannst du dir von deiner Hebamme zeigen lassen. Knete und wackle aber nie ohne das nötige Fachwissen an deinem Schwangerschaftsbauch herum, du könntest eine Ablösung der Plazenta provozieren.




Hinterhauptslage Schädellage

Idealerweise befindet sich das Baby vor der Geburt in der vorderen Hinterhauptslage. Diese Position wird im Mutter-Kind-Pass mit der Abkürzung SL vermerkt. Das Kürzel SL steht für Schädellage und dies wiederum bedeutet, dass der Kopf des Kindes bereits unten im Becken der Mutter liegt. Der Hinterkopf des Babys zeigt zum Bauch der Mutter, mit dem Gesicht blickt das ungeborene Baby zum Rücken der Mutter. Es handelt sich hierbei um die optimale Ausgangsposition für eine natürliche Geburt, da der Kopf des Kindes und Beckenumfang der Mutter an der günstigsten Position aufeinandertreffen.


Beckenend- oder Steisslage (BL)


Knapp 15% der Föten liegen bis zur 30. Schwangerschaftswoche in Beckenend/ Steisslage.

Der Kopf des Babys zeigt in diesem Fall nicht nach unten, sondern nach oben (er befindet sich ungefähr unter den Rippen der Mutter). Kinder in Beckenendlage sitzen sozusagen im Mutterleib, der Rücken zeigt nach vorne. Sie können dabei insgesamt 7 unterschiedliche Positionen einnehmen, die darüber bestimmt werden, wie sich die kindlichen Arme, die Beine und der Kopf zueinander verhalten. Manche Babys haben beide Beine gestreckt, anderen kauern im Schneidersitz. Eine natürliche Geburt aus Beckenendlage ist grundsätzlich möglich, wird jedoch nur selten durchgeführt beziehungsweise nur auf wenigen Geburtenstationen angeboten. Es handelt sich hierbei um eine komplizierte Ausgangslage, die hohe Kompetenz und Erfahrung seitens des Entbindungsteams erfordert. Wird natürlich entbunden, muss die Geburt schneller vorangehen, Mutter und Kind müssen strenger überwacht werden, häufiger kommt es auch zu einem Dammschnitt, um Platz für das Baby zu machen. In der Entbindungspraxis erblicken Kinder in Beckenendlage meist per Kaiserschnitt das Licht der Welt.Einige Babys vollziehen das Wendemanöver jedoch erst zur Mitte des 3. Trimesters. Erst ab der 32. Woche wird die Hebamme zusammen mit der Mutter versuchen, ihm beim Drehen zu Hilfe zu kommen bzw. es zur Drehung zu motivieren.





Sternengucker (Vorderhauptslage)

Babys, die zwar in Kopflage aber mit dem Gesicht nach oben zur Welt kommen (Vorderhauptslage), nennt man im Volksmund auch Sternengucker. Die Querlage (das Baby liegt tatsächlich quer in der Gebärmutter)


Querlage

Wie der Name schon verrät, liegt das Kind dabei quer im Bauch der Mutter. Dies kommt zwar relativ selten vor wird jedoch durch eine zu hohe Fruchtwassermenge, zu viel Platz in der Gebärmutter, eine vorliegende Plazenta oder eine nachgiebige Gebärmutterwand begünstigt. Manche Babys drehen sich vor der Geburt noch in die Schädellage. Ist dies nicht der Fall, muss per Kaiserschnitt entbunden werden, da eine natürliche Geburt zu viele Risiken (z.B. Nabelschnurvorfall, Schädigung der Gebärmutter) für Mutter und Kind bedeuten würde.




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