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Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz

1. Tischposition im Raum

Stellen Sie Ihren Tisch und Bildschirm so auf, dass das Licht von der Seite einfällt (Bildschirm im 90°-Winkel zum Fenster).

Die Beleuchtungskörper sollen parallel zur Fensterfront und zur Blickrichtung ausgerichtet sein. Falls dies nicht möglich sein sollte, können Sie Nachmittags die Helligkeit des Bildschirmes verstellen. Verstellen Sie die Helligkeit des Bildschirms, wenn es dunkler wird. Bei geringem Umgebungslicht kann ein zu heller Bildschirm für die Augen sehr unangenehm werden. Einige Geräte passen die Bildschirm-Helligkeit automatisch an.

2.Einstellen des Stuhls

Stellen Sie die Sitzhöhe so ein, dass Ihre Oberschenkel ganz auf der Sitzfläche aufliegen. Dabei sollen Ihre Füsse vollen Kontakt zum Boden haben. Zwischen Ober- und Unterschenkel sowie zwischen Oberschenkel und Rumpf muss sich ein offener Winkel (mindestens 90°) ergeben.

Der Abstand zwischen der Kante der Sitzfläche und den Kniekehlen sollte mindestens zwei Finger breit sein.

Ein guter Stuhl verfügt über eine höhen- und neigungsverstellbare Rückenlehne mit Lordosestütze (Lendenbausch) sowie über eine Synchronmechanik (Wippmechanik der Rückenlehne).

3.Position von Bildschirm, Tastatur, Papier

Positionieren Sie Bildschirm und Tastatur gerade vor sich, parallel zur Tischkante. Legen Sie Papierdokumente zwischen die Tastatur und den Bildschirm – am besten auf eine schräge Dokumentenauflage. Wichtig; wenn möglich arbeiten Sie mit ergonomischer Maus und Tastatur

4. Einstellen des Tisches

Stellen Sie die Tischhöhe nach der «Ellbogenregel» ein (Tischhöhe = Ellbogenhöhe).

Ist der Tisch nicht höhenverstellbar, kann man die Ellbogenregel einhalten, indem man die Höhe des Stuhls richtig einstellt (Ellbogenhöhe = Tischhöhe). Kleine Personen benötigen in diesem Fall meistens eine Fussstütze. Für grosse Personen kann ein solcher Tisch zu tief sein und muss erhöht werden.

5. Bildschirmposition

Die Bildschirmoberkante liegt mindestens 10 cm (eine Handbreite) unter der Augenhöhe.Ab 24 Zoll muss ein Bildschirm bis zur Pultplatte abgesenkt werden können.

Die Sehdistanz zum Bildschirm beträgt 60 bis 80 cm, bei grösseren Bildschirmen auch etwas mehr.

6. Körperhaltung, Bewegung und Unterbrechungen

Von seinem Körperbau her müsste der Mensch eigentlich jeden Tag viele Kilometer weit gehen. Trotzdem sitzen wir in der Regel fast 80 Prozent des Tages. Es ist äusserst wichtig, dass wir bewusst für genügend Bewegung sorgen:

Wechseln Sie beim Arbeiten so oft wie möglich Ihre Position. Auch die beste Körperhaltung ist über längere Zeit ermüdend (sitzen, verkehrt sitzen, stehen, usw.).Machen Sie während der Arbeit bewusst zwischendurch kurze Streck- und Dehnbewegungen, um die Durchblutung der Nacken- und Schultermuskulatur zu fördern.Ersetzen Sie wenn möglich das Telefon durch ein Headset, damit wird das einklemmen des Hörers zwischen Schulter und Ohr vermieden.Auf ein Stehpult umstellen Verzichten Sie auf Rolltreppen und Aufzüge.Ersetzen Sie einen Teil Ihrer Strecke mit Fahrradfahren.Falls Sie mit Tram oder Bus fahren, steigen Sie eine Station vorher aus, und laufen Sie den Rest der Strecke.Beim Wassersport sollte man wegen der Gefahr von Überstreckung der Wirbelsäule lieber Kraulen statt Brustschwimmen. Auch krumm auf dem Rennrad zu sitzen ist nicht der ideale Ausgleich für stundenlanges Sitzen mit Blick nach unten.

6. Smartphone/ Tabletnutzung

Gesundheitsschäden als Folge der Nutzung von Smartphones/ Tablets und Laptops haben in den letzten Jahren zugenommen. Dank der Verbreitung von Flatrates würden die Geräte heute privat wie beruflich ständig und an fast allen Orten genutzt. Als Folge drohen nicht nur Daumenschmerzen, sondern auch Haltungsschäden. Dies trifft den Jugendlichen, der ständig Browserspiele spielt, genauso wie den Manager, der sich in der Flughafenlounge zum Arbeiten über den Tablet-Computer beugt. Die dabei typische Haltung mit gesenktem Kopf, gebeugten Schultern und gekrümmtem Rücken ist Gift für den Körper, wenn sie zu lange eingehalten wird. Sie führt zu unangenehmen Muskelverhärtungen im Nackenbereich, sogenannten Myogelosen. Ärzte sprechen auch von einem Handy-Nacken. Nach einigen Jahren könne es sogar zum Verschleiß der Halswirbelsäule kommen und somit zu dauerhaften Beschwerden. Ein anderes Beispiel für Beschwerden durch mobile Geräte ist die i-Phone-Schulter: Die Gelenkschmerzen treten auf, wenn das Smartphone zum Anschauen von Videos am ausgestreckten Arm gehalten wird und man sich dabei die Schulter verdreht. Demnach lastet der etwa vier bis sechs Kilo schwere Kopf eines Erwachsenen mit rund 13 Kilo zusätzlich auf die Halswirbelsäule, wenn er etwa 15 Grad nach vornüber geneigt ist. Je weiter wir den Kopf neigen, desto stärker wird die Belastung. Beim Schauen aufs Display senkt der Nutzer seinen Kopf aber nicht um 15, sondern meist um die 60 Grad. Kräfte von 27 Kilogramm wirken auf Nacken und Rücken. Das entspricht etwa dem Körpergewicht eines siebenjährigen Kindes.

Je länger und öfter jemand in dieser Position verweilt, desto eher fallen die Schultern nach vorn, überdehnen die Halsmuskeln, verkürzen die Brustmuskeln und wird die Wirbelsäule belastet. Die Folgen: Verspannungen und Kopfschmerzen, im schlimmsten Fall ein frühzeitiger Verschleiß der Bandscheiben.

Bildquelle ovinnierehab


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