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  • AutorenbildSarah Wüst

Schwangerschaft: Teil 1 Mythen

Aktualisiert: 18. Juli 2023

Mythos 1: In der Schwangerschaft muss für 2 gegessen werden

Nicht ganz!

Die ersten Monate reicht es mengenmässig durchaus so viel zu essen wie zuvor, ab dem 4. Monat darf es etwa mehr sein. Im Durchschnitt benötigt eine Schwangere jedoch nur etwa 250 Kalorien mehr für ihr Baby. Zur Orientierung: Das entspricht etwa einem Apfel und einer Scheibe Vollkornbrot. Statt Quantität ist hingegen Qualität gefragt, also nicht mehr essen, sondern gesünder! Achten Sie auf eine gesunde, ausgeglichene und vollwertige Küche. Ideal sind fünf Mahlzeiten am Tag. Bis Ende der Schwangerschaft ist eine Zunahme von bis zu 12 Kilo normal.


Mythos 2: Schwangerschaftsstreifen können durch Massagen verhindert werden

Ob Schwangerschaftsstreifen auftreten oder nicht, ist eine Frage des Bindegewebes. Eincremen und Massieren ist sicher angenehm, wird aber keinen oder wenig Effekt auf die Haut haben. Wenn Sie während der Schwangerschaft viel zunehmen, erhöht sich das Risiko für Dehnungsstreifen. Dehnungsstreifen werden nach der Geburt oft kleiner und nehmen mit der Zeit die gleiche Farbe wie Ihre Haut an.

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Mythos 3: In der Schwangerschaft muss sich die werdende Mutter schonen

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Wilde Sportarten mit Gefahrenpotential sollten zwar vermieden werden, aber moderate Bewegung sollte unbedingt auf der Tagesordnung stehen. Besonders geeignet sind Sportarten wie Yoga, Schwimmen oder sanfte Gymnastik. Auf diese Art wird Schwangerschaftsdiabetes vorgebeugt. Das Wohlbefinden und die Haltung verbessern sich und eine übermässige Gesichtszunahme wird vermieden. Sport stärkt auch das Immunsystem und den Beckenboden, der bei der Geburt eine wichtige Rolle spielt.


Mythos 4: Ab und zu ein Glas Alkohol während der Schwangerschaft schadet nicht

Während der Schwangerschaft sollte gänzlich auf Alkohol verzichtet werden, da Wein und Co in bestimmten Wachstumsphasen massive Schäden beim Kind anrichten können. Da nicht ersichtlich ist, welche Körperteile sich gerade entwickeln, sollte die Schwangere lieber Abstand von alkoholischen Getränken nehmen.


Mythos 5: Heisse Bäder können bei der Schwangeren Wehen auslösen

Die Badetemperatur sollte 38 Grad Celsius nicht übersteigen, um den Kreislauf von Mutter und Baby nicht zu sehr zu belasten. Ein heisses Bad bei bestehenden Wehen zeigt aber an, ob diese "echt" sind oder nicht. Übungswehen verschwinden bei Wärme wieder, "echte" Wehen werden verstärkt.


Mythos 6: Babys mit Haarpracht verursachen Sodbrennen

Kinder mit vielen oder langen Haaren verursachen bei der Mutter Sodbrennen, heisst es. Alles Unsinn! Sodbrennen hat sein Entstehen nämlich im Magen und nicht in der Gebärmutter. Durch die Hormone wird die Verdauung langsamer, die Magensäure bleibt länger im Magen und kann so leichter in die Speiseröhre gelangen.


Mythos 7:Um das Thema Ernährung braucht man sich erst zu kümmern, wenn man versucht, schwanger zu werden

Alle Eltern und werdende Eltern wissen, dass das Timing stimmen muss, um schwanger zu werden. Die wichtige Rolle, die die Ernährung für die Empfängnis und die männliche Zeugungsfähigkeit spielt, ist aber weniger bekannt.Um gute Ernährung sollte man sich nicht erst kümmern, wenn man schwanger werden will, sondern lange davor. Die Ernährung und der Lebensstil beider Eltern schon vor der Empfängnis können sich erheblich auf das Wachstum, die Entwicklung und die zukünftige Gesundheit ihrer Kinder auswirken. Es ist belegt, dass eine gute Ernährung während der ersten 1.000 Tage des Lebens (beginnend mit dem Empfängnis) lebenslang einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben kann.


Mythos 8: Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit allem, was eine werdende Mutter braucht


Eine gesunde, ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit fast allen wichtigen Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen, die eine werdende Mutter braucht – aber eben nur fast. Es gibt es einige lebensnotwendige Vitamine und Mineralien, die selbst eine ausgewogene Ernährung unter Umständen während einer Schwangerschaft nicht gewährleisten kann. Es wird daher in der Regel empfohlen, diese in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich zu nehmen. Dazu gehören z. B. Folsäure, verschiedene B-Vitamine, Vitamin D, Jod, Eisen und Omega-3, um die Entwicklung des Gehirns, der Knochen und der Augen des Embryos zu unterstützen.


Mythos 9: Wenn man gestresst ist, wird man nicht schwanger


Das ist falsch. Allerdings stimmt es, dass es mit Stress länger dauern kann, schwanger zu werden. Ausserdem kann Stress einen negativen Einfluss auf die Spermienqualität haben. Dennoch gilt: Auch bei heftigem Stress oder grossen Sorgen kann es leicht zu einer Schwangerschaft kommen. Studien an Frauen, die sich einer Kinderwunschbehandlung unterziehen, haben gezeigt, dass ihr Stressniveau keinen Einfluss auf ihre Fruchtbarkeit hat.


Mythos 10: Wenn Sie während und nach dem Sex die Beine hochlegen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden


Dieser Mythos ist falsch. In keiner Studie konnte ein Zusammenhang zwischen Stellungen beim Sex und der Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nachgewiesen werden.


Mythos 11: Das Geschlecht des Babys lässt sich an der Form des Bauches ablesen


An der Form des Bauches kann man nicht erkennen, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt.

Die Form des Bauches hängt von Ihrem Körperbau, den Bauchmuskeln, der Lage der Gebärmutter und der Grösse und Lage des Babys ab.

Dieser Mythos hält sich hartnäckig. Immerhin trifft er ja in 50 % der Fälle zu. Die einzige sichere Möglichkeit, das Geschlecht des Babys festzustellen, ist eine Plazenta-Punktion mit anschliessendem Gentest. Ein anderer „fast“ sicherer Weg, das Geschlecht zu ermitteln, ist eine Ultraschalluntersuchung. Allerdings stimmt in seltenen Fällen das per Ultraschall bestimmte Geschlecht am Ende doch nicht.

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