• Sarah Wüst

Aus dem Praxisalltag Teil 9: Lendenwirbelsäule


Heute schreibe ich über eine Patientin, welche in der 34.Woche schwanger war und über Lendenwirbelsäulen Schmerzen teilweise mit Ausstrahlungen in linkes oder rechtes Bein klagte.

Vorher war sie bei der Gynäkologin, die Schwangerschaft verlief normal.


Durch die Gewichtszunahme verlagert sich der Körperschwerpunkt nach vorne und die Belastung in der unteren Wirbelsäule nimmt zu. Ebenfalls verändert sich durch die hormonelle Umstellung auch die Struktur der Bänder ( sie werden lockerer) und die Stabilität kann hierbei etwas nachlassen.

Zur Sicherheit machten wir zu Beginn der Behandlung den Lasègue Test, dieser kann bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall durchgeführt werden. Dieser klinische Test weist auf einen Bandscheibenvorfall hin, wenn das Beugen der Hüfte bis ca 50grad nicht durchführbar ist, wegen eines Dehnungsschmerzes. Dieser war bei ihr negativ, und wir starteten die Behandlung in unterstützter Seitenlage mit erhöhtem Kopf. Damit die Behandlung in Seitenlage bequemer ist, achte ich darauf, mit Still- und Lagerungskissen die Schwangere gut zu unterstützen.

Ich bearbeitete beidseits die Gesässmuskulatur, löste einige Verklebungen und Myogelosen. In der Lendenwirbelsäule arbeite ich stets mit weniger Druck, da die Zonen direkt mit der Gebärmutter verbunden sind und nicht unbedingt angeregt werden sollen. Zum Abschluss zeigte ich ihr noch einige Übungen und gab ihr Tips wie zb viel moderate Bewegung, Schwimmen, lokale Wärmeanwendungen und dass man im Alltag den Rücken korrekt be- und entlastet( auf schwere Taschen verzichten, ergonomisch korrektes Bücken etc).


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