BEHANDLUNGEN/MEHR WISSEN

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Eine Rückenmassage hilft bei muskulären Beschwerden und Verspannungen, beispielsweise bei Lenden- oder Rückenschmerzen und Verspannungen im Schulterbereich, die durch die veränderte Körperhaltung entstehen. Es ist natürlich nie so, dass durch die Massage alle Beschwerden weg sind, aber beispielsweise bei Lendenschmerzen, Schulter- und Nackenschmerzen oder Ischiasbeschwerden kann man sehr viel Linderung bewirken. 

Bei Wasseranlagerungen kann man zusätzlich mit Lymphtapes arbeiten. 

Diese bieten eigentlich rund um die Uhr eine Mini-Lymphdrainage. Die Tapes haften fünf bis sieben Tage auf der Haut und sind eine grosse Hilfe. Die Beschwerden sind nicht weg, aber es gibt eine deutliche Besserung. Frauen, die Venenbeschwerden haben oder bei denen ein Thrombose-Risiko besteht, müssen jedoch Stützstrümpfe tragen, für sie eignen sich die Lymphtapes nicht. 

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Beim trockenen Schröpfen werden erwärmte Gläser auf die verhärteten oder allgemein betroffenen Stellen gesetzt. Während des Abkühlens entsteht ein Unterdruck, der die Haut ansaugt. Alternativ kann der Unterdruck auch durch das Absaugen der Luft hergestellt werden. Durch das Ansaugen erweitern sich die Gefässe, die Haut wird stärker durchblutet und kann zu einblutungen ind Gewebe kommen ( "Blaue Flecken"). Die Schröpfköpfe bleiben dann maximal 15 Minuten auf der betroffenen Stelle.

Bei der Schröpfmassage wird die Haut vorher eingeölt und die Schröpfgläser über die ganze Fläche bewegt. Das Öl sorgt dafür, dass sich das Glas gut hin und her führen lässt. Die Schröpfmassage ist nicht mit einer herkömmlichen Massage zu vergleichen. Sie ist sehr unangenehm und dauert deshalb immer nur wenige Minuten.

schröpfen
Schwangerschaftsmassage
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Die traditionelle Thai-Massage (TTM) ist ein System von Massage-Techniken, die in Thailand unter der thailändischen Bezeichnung Nuat Phaen Boran (thailändisch นวดแผนโบราณ) bekannt ist, was wörtlich übersetzt „Massieren nach uraltem Muster“ bedeutet. Im westeuropäischen Raum nennt sie sich auch Thai-Yoga-Massage. Die Thai-Massage besteht aus passiven, dem Yoga entnommenen Streckpositionen und Dehnbewegungen, Gelenkmobilisationen und Druckpunktmassagen. Vereinfacht kann sie daher als Kombination aus (passivem) Yoga und Akupressur zusammengefasst werden.

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Bei einer klassischen Massage werden Druck- und Zugreize auf die Muskeln und ihr umliegendes Gewebe ausgeübt. Die Wirkung findet direkt lokal statt, indem Muskeln gedehnt und entspannt, sowie die Durchblutung und der Zellstoffwechsel angeregt werden. Dadurch werden Schmerzen im betroffenen Gebiet gelindert.

klasssische massage
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In diesem Kurs wird die klinische Anatomie des Bewegungsapparates an Hand von neuesten Erkenntnissen aus der ‘Evidence-Based-Medicine (EBM) am menschlichen Präparat vermittelt. Die Relevanz dieser Erkenntnisse für die Behandlung von Schmerzen und Dysfunktionen im Bereich von Arm, Bein, Becken und Wirbelsäule wird besprochen. Prof. Vleeming hat sich auf die Behandlung von Patienten mit chronischen Beschwerden spezialisiert und zeigt in diesem Kurs sein praxisbezogenes Konzept und Behandlungstechniken. 

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Das Ziel einer medizinischen Massage ist immer, bestehende Schmerzen oder Erkrankungen zu lindern. Dementsprechend werden auf der Massageliege schmerzhafte Bereiche bevorzugt behandelt, und das "wohlfühlen" erfolgt durch lösen der Verklebungen und Verhärtungen.

Klinische Anatomie des Bewegungsapparates

Ohrkerzenbehandlung

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Kennen Sie die Anwendung mit Ohrkerzen?Ohrkerzen sind etwa 20 bis 30 cm lange hohle Röhrchen aus gewebtem Baumwoll- oder Leinenstoff, der mit verschiedenen Essenzen getränkt wird. Beim Abbrennen einer Ohrkerze werden drei Phasen unterschieden: Während der ersten Phase entsteht ein Unterdruck und die Luftsäule im Innern der Ohrkerze beginnt zu vibrieren. Dadurch wird das Trommelfell massiert. Im weiteren Verlauf, während der sogenannten Wärmephase, kommt es zu einer angenehmen Wärmeempfindung im Ohr. Die Durchblutung und die körpereigene Abwehr werden angeregt. Während der dritten Phase, der Kaminphase, bildet sich ein Überdruck im Ohr: Verstopfte Poren öffnen sich, die Hautatmung wird verbessert und Abfallstoffe und Sekrete werden in das Innere der Kerze abtransportiert. In allen drei Phasen werden auch die Druckverhältnisse im Kopf reguliert, was zu einer besseren Koordination der beiden Gehirnhälften führen soll. Danach wird die Behandlung mit einer entspannenden Kopf und Nackenmassage erweitert.

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Wenn Sie häufig Kopfschmerzen, Probleme bei der Mundöffnung und beim Kauen oder Knackgeräusche im Kiefergelenk haben, kann es sein, dass Sie unter der so genannten Craniomandibulären Dysfunktion leiden.

Das Fachwort setzt sich zusammen aus „Cranium“=Schädel und „Mandibula“= Unterkiefer und meint Erkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Kiefergelenk und der Kaumuskulatur stehen. Diese Erkrankung tritt in unserem Kulturkreis recht häufig auf. Interessanterweise sind 80 Prozent der Patienten weiblich. Die Erkrankung tritt meistens im Alter von 20 bis 40 Jahren auf. Die in der Fachsprache als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnete Erkrankung ist weder bösartig noch gefährlich.

Diese Beschwerden sind jedoch häufig mit erheblichen lokalen Schmerzen im Kauorgan verbunden und führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität, wenn diese nicht rechtzeitig erfolgreich behandelt werden.

Zugleich können durch die Wechselwirkungen mit andern Körperregionen vielfältige Symptome auftreten, die vom Nackenschmerz über Tinnitus und Schwindel bis hin zu Rückenschmerzen reichen können.

Ohrkerzenbehandlung
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WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN AKUPUNKTUR UND DRY NEEDLING?

"Was ist denn der Unterschied zwischen Akupunktur und Dry Needling?"

Diese Frage bekomme ich oft von Patienten gestellt, im Rahmen der Triggerpunktbehandlung.

Akupunktur

Bei der traditionellen Form der seit dem zweiten Jahrhundert vor

der Zeitenwende in China und Japan praktizierten Akupunktur wird von einer „Lebensenergie des Körpers“ (Qi) ausgegangen, die auf definierten Leitbahnen beziehungsweise Meridianen zirkulieren und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen haben soll. Ein gestörter Energiefluss soll Erkrankungen verursachen und durch Stiche in auf den Meridianen liegende Akupunkturpunkte soll die Störung im Fluss des Qi wieder behoben werden.

Dry Needling

Dry Needling wird erst seit 1996 in der Schweiz praktiziert und systematisch unter Fachpersonal eingeführt. Beim Dry Needling werden die Triggerpunkte unter hygienischen Bedingungen mit dünnen, sterilen Einwegnadeln angestochen. Der Stich durch die Haut ist kaum spürbar. Wenn man den Triggerpunkt trifft, zieht sich der Hartspannstrang in dem sich der Triggerpunkt befindet kurz aber heftig zusammen. Dieses Auslösen der sogenannten lokalen Zuckungsantwort kann als unangenehm empfunden werden, ist aber ein Muss bei der intramuskulären Stimulation (IMS).

Fazit:

Bei der Akupunktur Therapie wird mit Meridianen/ Energiebahnen gearbeitet, die Nadeln werden gezielt in ausgewählte Akupunktur Punkte gesetzt, die den Energie-Fluss in den Meridianen wieder aktivieren sollen.

Bei der Dry Needling Therapie wird direkt auf Triggerpunkte Einfluss genommen. Beim Dry Needling soll eine Muskelzuckung ausgelöst werden was hingegen bei der Akupunktur in der Regel nicht passiert.

Dry Needling-Therapie wird nur von Physiotherapeuten und Ärzten mit entsprechender Weiterbildung angeboten und im Rahmen einer Physiotherapie- Verordnung durchgeführt.

Tropical Leaves
Triggerpunkte

Geschulte Therapeutenhände können sie ertasten;  Triggerpunkte, früher auch Myogelosen genannt. Dabei handelt es sich um überempfindliche Stellen in einem tastbar verspannten Bündel von Muskelfasern.Triggerpunkte können, wenn sie aktiv sind, Schmerzen bei Bewegungen und sogar in Ruhestellung verursachen. Eine typische Eigenschaft von Triggerpunkten ist, dass sie Schmerzen in andere Gebiete oder auch nur lokal ausstrahlen. So können zum Beispiel Triggerpunkte in der seitlichen Gesässmuskulatur Schmerzen im ganzen Bein verursachen.
Aktive Triggerpunkte kommen sehr häufig vor. Eine Studie unter amerikanischen Rekruten der Luftwaffe ergab, dass über fünfzig Prozent der Untersuchten darunter litt. Ursprung des Problems sind meistens ständig angespannte Muskeln, etwa an Computer-Arbeitsplätzen, oder wenn stets gleichförmige Bewegungen ausgeführt werden. Auch bei Sportlern findet man häufig aktive Triggerpunkte. Dort können sie entweder durch eine plötzliche Überlastung des Muskels oder durch eine ungenügende Regenerationsphase entstehen.
Viele Experten und Forscher auf der ganzen Welt sind inzwischen davon überzeugt, dass akute Triggerpunkte, die nicht behandelt werden, ein häufiger Grund für chronische Schmerzen am Bewegungssystem, zum Beispiel Rückenschmerzen sind.Typische Schmerzausstrahlungen der seitlichen Gesässmuskulatur (M.glutaeus minimus)

Verschiedene medizinische Theorien über akute TriggerpunkteMedizinisch erklärt man sich die Triggerpunkte aufgrund einer übermässigen Zusammenziehung einzelner Muskelfasern. Dieser Vorgang entsteht wahrscheinlich durch eine überschiessende Freisetzung des Nervenbotenstoffes Acetylcholin an der motorischen Endplatte.Es gibt auch andere Theorien für diese Zusammenziehungen. Etwa, dass das vegetative Nervensystem eine erhöhte Aktivität auf den Muskel ausübt. Dies wurde mit Hilfe verschiedener Studien belegt. Menschen, die längere Zeit mit erhöhtem Stress leben, haben häufiger Triggerpunkte.
Worin auch immer der Grund für die kleinen verspannten Muskelfasern liegt, Fakt ist, dass die Spannung die feinen Blutgefässe zusammenquetscht, was zu einer Minderdurchblutung und zu einer Mangelversorgung des Muskels führt. Dadurch werden Substanzen im Muskel produziert, welche die Schmerzfühler im Muskel aktivieren – der Muskel, genauer gesagt der Triggerpunkt, beginnt weh zu tun und auszustrahlen.
Wenn Triggerpunkte über längere Zeit nicht verschwinden, dann geraten benachbarte Muskelfasern oder sogar Muskeln in Mitleidenschaft und die Schmerzen weiten sich aus. Die gute Nachricht ist, dass Triggerpunkte gut therapierbar sind, häufig auch noch nach Jahren. Jedoch muss man bei längerem bestehen der Punkte auch mit längerer Behandlungszeit rechnen..

tennisellenbogen / epicondylitis

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Es gibt zwei bekannte Schmerzbilder vom Ellenbogen;

Der Tennisellenbogen, im Fachbegriff Epicondylitis radialis humeri, ist an der äusseren (lateralen) Daumenseite des Ellenbogens zu spüren. Der Golfer Ellenbogen (Epicondylitis ulnaris humeri) an der inneren (medialen) Seite des Kleinfingers .

Es ist ein erworbener, schmerzhafter Reizzustand der Sehnenansätze von Muskeln des Unterarms.Diese beiden Krankheitsbilder entstehen oft durch repetitive Bewegungen im Zusammenhang mit einer eingeschränkten Schultermobilität und –Stabilität. Weitere mögliche Auslöser sind:

  • einseitige Beanspruchung (z. B. bei Tastatur-/ Mausbenutzung, Sportklettern)

  • Fehlhaltungen im Beruf, bei der Haus- und Gartenarbeit oder in der Freizeit

  • falsche Technik bei Schlägersportarten 

  • Schlafhaltung in Seitenlage (Verwendung des stark gebeugten Armes als Kopfstütze)

 

Symptome können folgende sein;

  • Schmerzen im Ellenbogen, zuerst nur bei Belastung, in fortgeschrittenem Stadium auch in Ruhe

  • Brennen der Muskelansätze am inneren oder äusseren Ellenbogen

  • Kraftverlust

 

Der Sternocleidomastoideusmuskel (SCM) ist ein gepaarter Muskel in den oberflächlichen Schichten der Halsseite. Es ist eine der größten und oberflächlichsten Halsmuskeln. Die Hauptaktionen des Muskels sind die Rotation des Kopfes zur Gegenseite und die Beugung des Halses. Der Muskel ist bei vielen Menschen, die wir sehen, tendenziell überaktiv. Es wird in der Regel eingestellt, um den Hals / Kopf zu stabilisieren, wenn wir schlechte Körperhaltungen und Positionen einnehmen (vordere Kopfhaltung). Es ist auch ein zusätzlicher Atemhilfsmuskel, so dass schlechte Atmungsmuster und Gewohnheiten dazu führen, dass dieser Muskel den ganzen Tag überarbeitet wird und zu viel Spannung und Triggerpunkte entwickelt.

 

Die SCM-Triggerpunkte können eine Vielzahl von Symptomen verursachen, darunter Kopf- und Gesichtsschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen, Ohr- und Nasennebenhöhlenbeschwerden und weitere körperweite Symptome. Sie können auch Triggerpunkte in den Kiefergelenkmuskeln einleiten. Darüber hinaus kann der Muskel biomechanische Probleme in der Halswirbelsäule verursachen. Es ist der einzige Muskel, der so weit verbreitete Probleme verursacht!

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Medizinische Massage
Der kopfwendermuskel
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